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Amazon S3 wird 20: Der Service, der Cloud Computing erfunden hat

·Pandorex Redaktion·5 min Lesezeit
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Am 14. März 2026 wurde Amazon Simple Storage Service (S3) 20 Jahre alt. Was 2006 als einfacher Objektspeicher startete, gilt heute als der Service, der Cloud Computing als Konzept definiert hat.

Die Anfänge

S3 lancierte am 14. März 2006 — vor Gmail (2004), aber vor dem iPhone (2007), vor Dropbox (2008) und vor dem Begriff "Cloud Computing" im heutigen Verständnis. Die Idee: Speicher als Service, pay-per-use, via API. Kein eigener Server nötig.

20 Jahre später

Laut AWS Blog speichert S3 Stand März 2026 mehr Daten als jeder andere Service weltweit. Die genaue Zahl veröffentlicht Amazon nicht, aber die Grössenordnung liegt bei Exabytes. S3 ist die Grundlage für Millionen von Anwendungen — von Netflix-Streaming über Machine-Learning-Training bis hin zu Backup-Systemen.

Was S3 verändert hat

Vor S3 mussten Startups eigene Server kaufen, um Daten zu speichern. Die Kapitalkosten waren eine Eintrittsbarriere. S3 eliminierte diese Barriere: Speicher wurde zur variablen Kostenposition. Das ermöglichte eine Generation von Startups, die ohne eigene Hardware skalieren konnten.

Gleichzeitig schuf S3 eine neue Abhängigkeit. Wenn S3 ausfällt — wie 2017 und 2020 geschehen — fällt ein signifikanter Teil des Internets mit aus. Und wenn S3-Rechenzentren physisch angegriffen werden, wie aktuell in der Golfregion, wird aus einer Infrastruktur-Abhängigkeit ein geopolitisches Risiko.

Quelle: AWS Blog (16.03.2026), "AWS Weekly Roundup: Amazon S3 turns 20".

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