Regulierung & Recht

CISPE kritisiert "Sovereignty-Washing" der Cloud-Lobby

·Pandorex Redaktion·5 min Lesezeit
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CISPE geht scharf mit der Cloud-Industrie ins Gericht: "Sovereignty-Washing" dominiert den Markt, während echte europäische Cloud-Souveränität durch Marketing-Kampagnen verwässert wird.

Fake-Souveränität entlarvt

CISPE identifiziert systematisches "Sovereignty-Washing" durch US-Hyperscaler:

  • EU-Datenzentren: Hardware in Europa, Kontrolle in den USA
  • Compliance-Theater: DSGVO-Konformität ohne echte Souveränität
  • Lokale Partnerships: Europäische Partner als Feigenblatt
  • Government-Cloud: "Sovereign" Services mit US-Backdoors

Echte Souveränität erfordert mehr

CISPE definiert echte Cloud-Souveränität als:

  • Europäische Kontrolle: Management und Operations in EU-Händen
  • Rechtssicherheit: EU-Gerichtsbarkeit ohne CLOUD Act-Risiken
  • Technische Unabhängigkeit: Keine Abhängigkeit von US-Komponenten
  • Transparenz: Offenlegung aller Abhängigkeiten

EU-Politik unter Druck

Die Kritik zielt auch auf EU-Politiker, die sich von Sovereignty-Washing blenden lassen. CISPE fordert striktere Kriterien für "sovereign cloud" Labels und echte Unabhängigkeit von US-Technologie-Stacks.

Besonders problematisch: Viele EU-Regierungen kaufen "sovereign" Services, die faktisch unter US-Kontrolle stehen. Dies untergrabe sowohl die digitale Souveränität als auch die nationale Sicherheit.

Quelle: The Register 18.03.2026

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