Die EU schärft ihre AI-Regulierung: Ab August 2026 müssen Anbieter von Hochrisiko-AI-Systemen vollständige Compliance mit dem EU AI Act nachweisen. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 7% des globalen Jahresumsatzes.
Hochrisiko-Systeme im Fokus
Der EU AI Act kategorisiert AI-Systeme nach Risikoklassen. Besonders betroffen sind:
- Personalwesen: CV-Screening, Bewerbungsauswahl
- Kreditwesen: Bonitätsprüfung, Loan-Decisions
- Strafverfolgung: Predictive Policing, Biometric ID
- Kritische Infrastruktur: Verkehr, Energie, Wasser
7% Umsatzstrafe als Abschreckung
Die drakonischen Strafen orientieren sich an der DSGVO und können für Großkonzerne Milliardenverluste bedeuten. Ein Technologieunternehmen mit 100 Milliarden Umsatz riskiert 7 Milliarden Euro Strafe.
Compliance-Rush bis August
Unternehmen haben bis August 2026 Zeit für:
- Risikoassessment: Klassifizierung aller AI-Systeme
- Dokumentation: Vollständige Compliance-Nachweise
- Testing: Bias-Tests und Robustness-Validation
- Governance: AI-Governance-Strukturen implementieren
Besonders US-Technologiekonzerne müssen ihre EU-Operationen grundlegend überarbeiten. Einige erwägen den Rückzug aus dem EU-Markt für bestimmte AI-Services.
Quellen: artificialintelligenceact.eu, kennedyslaw