Der US-PC-Markt wird 2026 laut Analystenhaus Omdia um 13 Prozent schrumpfen. Hauptursache: Die anhaltende Speicher- und RAM-Krise, die Speicherkosten im Q1 2026 um mindestens 60 Prozent nach oben getrieben hat — zusätzlich zu den 40 bis 70 Prozent Anstieg von 2025.
Sony stoppt Bestellungen
Die Lage ist so angespannt, dass Sony die Annahme von Bestellungen für CFexpress- und SD-Speicherkarten gestoppt hat. Der Grund: Sony kann die benötigten Flash-Chips nicht beschaffen. Die Halbleiterhersteller priorisieren Enterprise-SSDs für KI-Server, die höhere Margen bringen als Consumer-Speicherkarten.
Andere Speicherkarten-Hersteller dürften folgen. Kleinere PC-Hersteller könnten bei DRAM in eine ähnliche Situation geraten, wenn die Knappheit anhält.
Budget-PCs am stärksten betroffen
Bei Budget-Systemen macht Speicher einen grösseren Anteil an den Gesamtkosten aus. Wenn RAM sich verdoppelt, kann ein 400-Dollar-PC nicht mehr profitabel angeboten werden — zumindest nicht mit akzeptabler Ausstattung. Die Folge: Das Einsteigersegment schrumpft überproportional.
Gegenmaßnahmen
Samsung Electronics und SK Hynix investieren laut South China Morning Post verstärkt in ihre chinesischen Fertigungsanlagen. SK Hynix' Werk in Wuxi produziert über 30 Prozent des gesamten DRAM-Outputs des Unternehmens. Samsungs Werk in Xi'an ist die einzige externe Speicherfabrik des Konzerns. Ob die Kapazitätserweiterungen die Preise kurzfristig senken, ist fraglich.
Quellen: Omdia Forecast, The Register (30.03.2026), Blocks & Files, South China Morning Post.