80 Prozent der britischen Fertigungsunternehmen haben im vergangenen Jahr mindestens einen Cyberangriff erlitten. Das zeigt eine Studie des Security-Anbieters ESET, die am 1. April 2026 veröffentlicht wurde.
Auswirkungen
Die Angriffe haben konkrete operative Konsequenzen: Fabrikstillstände, Umsatzeinbussen und Unterbrechungen in der Lieferkette sind laut ESET keine Ausnahme mehr, sondern Routine. Die Fertigungsindustrie ist besonders verwundbar, weil OT-Systeme (Operational Technology) oft mit veralteter Software laufen und direkt mit IT-Netzwerken verbunden sind.
Warum Fertigung?
Produktionsanlagen können es sich nicht leisten, Systeme für Updates offline zu nehmen. Viele SCADA- und ICS-Systeme laufen auf Windows-Versionen, die seit Jahren kein Sicherheitsupdate mehr erhalten haben. Gleichzeitig wächst die Angriffsfläche durch IoT-Sensoren, Remote-Wartung und Cloud-Anbindung.
Relevanz für DACH
Die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfte vergleichbar sein. Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein Kernsektor der DACH-Wirtschaft — und ebenso von der Konvergenz aus IT und OT betroffen. NIS2 wird ab Oktober 2026 für viele Fertigungsunternehmen Meldepflichten und Sicherheitsanforderungen verschärfen.
Quelle: ESET UK Manufacturing Cybersecurity Report (01.04.2026), The Register.