Security

80 Prozent der britischen Hersteller melden Cyberangriffe — Produktionsausfälle werden Routine

·Pandorex Redaktion·5 min Lesezeit
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80 Prozent der britischen Fertigungsunternehmen haben im vergangenen Jahr mindestens einen Cyberangriff erlitten. Das zeigt eine Studie des Security-Anbieters ESET, die am 1. April 2026 veröffentlicht wurde.

Auswirkungen

Die Angriffe haben konkrete operative Konsequenzen: Fabrikstillstände, Umsatzeinbussen und Unterbrechungen in der Lieferkette sind laut ESET keine Ausnahme mehr, sondern Routine. Die Fertigungsindustrie ist besonders verwundbar, weil OT-Systeme (Operational Technology) oft mit veralteter Software laufen und direkt mit IT-Netzwerken verbunden sind.

Warum Fertigung?

Produktionsanlagen können es sich nicht leisten, Systeme für Updates offline zu nehmen. Viele SCADA- und ICS-Systeme laufen auf Windows-Versionen, die seit Jahren kein Sicherheitsupdate mehr erhalten haben. Gleichzeitig wächst die Angriffsfläche durch IoT-Sensoren, Remote-Wartung und Cloud-Anbindung.

Relevanz für DACH

Die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfte vergleichbar sein. Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein Kernsektor der DACH-Wirtschaft — und ebenso von der Konvergenz aus IT und OT betroffen. NIS2 wird ab Oktober 2026 für viele Fertigungsunternehmen Meldepflichten und Sicherheitsanforderungen verschärfen.

Quelle: ESET UK Manufacturing Cybersecurity Report (01.04.2026), The Register.

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