Mozilla hat am 1. September 2026 einen integrierten Werbeblocker für Firefox auf iOS vorgestellt. Die Funktion soll viele Anzeigen von Drittanbietern und damit verbundene Tracker bereits vor dem Laden abfangen. Eine zusätzliche Erweiterung ist dafür nicht erforderlich. Laut Mozilla-Ankündigung bleibt die Entscheidung bei den Nutzern: Der Blocker ist zunächst ausgeschaltet.
Warum die Einführung noch nicht bei allen ankommt
Die Support-Dokumentation bezeichnet die Funktion zum Redaktionsstand am 5. September als experimentell und beschreibt eine schrittweise Verteilung. Wer den Schalter noch nicht sieht, hat deshalb nicht automatisch eine falsche Einstellung gewählt. Für die Bereitstellung müssen außerdem die von Mozilla als „remote improvements“ bezeichneten Fernverbesserungen aktiviert sein.
Sobald die Funktion verfügbar ist, lässt sie sich in den Firefox-Einstellungen im Bereich Browsing über Ad Blocker einschalten. Mozilla beschreibt außerdem einen Zugang über das Seitenmenü. Die Option kann wieder deaktiviert werden.
Welche Werbung weiter sichtbar bleibt
Technisch nutzt Firefox Apples WebKit Content Blocker und eine Filterliste auf Basis von EasyList. Mozilla nennt ausdrücklich Ausnahmen: Direkt von der besuchten Website ausgelieferte Anzeigen können weiterhin erscheinen. Ebenso erfasst der Blocker keine Werbung in Suchergebnissen und keine gesponserten Verknüpfungen auf der Firefox-Startseite oder in neuen Tabs.
Der bestehende Tracking-Schutz bleibt daneben eine eigene Funktion. Für Nutzer ergibt sich daraus eine praktische Unterscheidung: Eine sichtbare Anzeige beweist nicht, dass der Blocker defekt ist. Entscheidend ist, wie die Anzeige eingebunden wird und ob sie überhaupt in seinen vorgesehenen Umfang fällt.
Pandorex View
Wir bewerten den eingebauten Schalter als sinnvolle Vereinfachung für Menschen, die auf dem iPhone weniger störende Werbung sehen möchten. Gerade eine leicht erreichbare Einstellung kann im Alltag mehr bewirken als eine theoretisch umfangreiche Funktion, die kaum jemand findet.
Die Ausnahmen gehören allerdings zur Produktbeschreibung dazu. „Werbeblocker“ kann schnell die Erwartung eines vollständig werbefreien Browsers wecken. Die tatsächliche Leistung sollte daran gemessen werden, welche störenden Elemente verschwinden, welche Seiten weiter zuverlässig funktionieren und wie verständlich Firefox die verbleibenden Anzeigen erklärt. Einen eigenen Praxistest der neuen Funktion haben wir bislang nicht durchgeführt.