Samsung bündelt seinen diesjährigen IFA-Auftritt unter dem Namen Samsung Connect. In seiner Mitteilung vom 2. September 2026 beschreibt das Unternehmen einen Erlebnisraum im Berliner Humboldt Carré und seine Beteiligung am Creator Hub auf dem Messegelände. Inhaltlich verbindet Samsung Fernseher, Mobilgeräte und Hausgeräte über gemeinsame KI- und Vernetzungsfunktionen.
Das Ökosystem rückt in den Vordergrund
Bei Fernsehern stellt Samsung unter anderem Micro-RGB-Technik und den sprachgesteuerten Vision AI Companion heraus. Für Hausgeräte nennt der Hersteller Energieeffizienz, Lebensmittelerkennung und SmartThings-Anbindung als Einsatzfelder. Dahinter steht erkennbar der Anspruch, mehrere Geräte als zusammenhängendes Angebot zu präsentieren.
Diese Messevorführung ist zunächst eine Darstellung des Herstellers. Wie zuverlässig das Zusammenspiel im Alltag funktioniert, lässt sich aus einer Produktankündigung allein nicht ableiten.
Was hinter der Angabe A-70 Prozent steckt
Eine separate Ankündigung zu zwei Waschmaschinen wird konkreter: Ein geplantes Modell mit zehn Kilogramm Fassungsvermögen soll bis zu 70 Prozent weniger Energie benötigen als der Grenzwert für die europäische Effizienzklasse A. Die Vergleichsgröße ist damit eine Klassenschwelle; daraus lässt sich keine pauschale Einsparung gegenüber jeder vorhandenen Waschmaschine berechnen.
Samsung führt dafür interne Messungen im Programm Eco 40–60 an. Abschließende Tests vor der EPREL-Registrierung stehen laut Hersteller noch aus. Ein zweites Modell soll 13 Kilogramm Wäsche bei einer Gerätetiefe von 600 Millimetern aufnehmen.
Für beide gilt eine wesentliche Einschränkung: Samsung bezeichnet die ausgestellten Geräte als Entwicklungsmodelle. Spezifikationen können sich ändern, und die kommerzielle Verfügbarkeit ist noch nicht festgelegt. Die Vorschau ist daher kein belegter Marktstart fertiger Serienprodukte.
Pandorex View
Unsere Einordnung: Messbare Verbrauchswerte sind für ein vernetztes Zuhause ein überzeugenderer Ausgangspunkt als die bloße Zahl seiner KI-Funktionen. Für einen belastbaren Vergleich brauchen Käufer am Ende jedoch Seriengeräte, nachvollziehbare Testbedingungen und den tatsächlichen Preis.
Daneben würden wir bei einem späteren Praxistest prüfen, wie viele alltägliche Aufgaben ohne App gelingen, wie verständlich Automatikentscheidungen bleiben und wie lange die Software gepflegt wird. Ein Gerät steht oft jahrelang im Haushalt. Der Nutzen seiner Vernetzung muss sich deshalb über eine deutlich längere Zeit bewähren als während einer Messevorführung.