Hersteller von Halbleiteranlagen haben im zweiten Quartal 2026 weltweit 40,53 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Laut Branchenverband SEMI waren das 23 Prozent mehr als vor einem Jahr und elf Prozent mehr als im ersten Quartal.
Zweiter Rekord in Folge
Q1 lag bereits bei 36,55 Milliarden Dollar. Der erneute Anstieg zeigt, dass Chipkonzerne ihre Fertigung ausbauen und modernisieren. SEMI nennt Investitionen in KI-Infrastruktur als wichtigsten Treiber.
Die Statistik bündelt monatliche Abrechnungen von SEMI-Mitgliedern und der japanischen SEAJ. Sie umfasst sieben Regionen und mehr als 22 Marktsegmente. Gemessen werden verkaufte Produktionsanlagen: etwa Systeme für Lithografie, Beschichtung, Ätzen, Prüfung und Verpackung.
Frühindikator mit Grenzen
Neue Maschinen gehen einer höheren Fertigungskapazität meist voraus. Sie zeigen, wohin Hersteller Kapital lenken. Bis eine Anlage installiert, qualifiziert und ausgelastet ist, können jedoch Quartale vergehen.
Einordnung: 40,53 Milliarden Dollar sind Ausrüsterumsatz, kein Chipumsatz. Die Zahl beweist weder steigende Endkundennachfrage noch höhere Gewinne der Fabriken. Auch die Zuordnung zum KI-Boom ist SEMIs Branchenbewertung. Der Rekord belegt dennoch, dass Unternehmen weiter kräftig in neue Produktionsmittel investieren.